Solinetz Winterthur ist 10 Jahre alt!
Das wurde am 26. September 2026 im Kirchgemeindehaus Veltheim ausgiebig gefeiert. Ein abwechslungsreiches Programm, umsichtig von Präsidentin Chantal Stolz und Geschäftsstellenleiterin Melissa Kaspar moderiert, erwartete die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher.

Drinnen gab es diverse Workshops: Arm- und Halsketten basteln, Ebru-Maltechnik kennenlernen, Tenzins Beauty Corner sowie Vorführungen des Bewegten Kultur-Theaters. Draussen duftete es bei einer eritreischen Kaffee-Zeremonie wie in einer Rösterei. Wer wollte, durfte ein Tässchen des frisch aufgebrühten Getränks probieren; zugleich wurden beim Nachmittagsbuffet die verschiedensten internationalen Leckerbissen angeboten – mehr als 23 Teilnehmende und Ehemalige zauberten Spezialitäten und Leckereien aus ihrer Heimatregion. Eine Fotobox mit Sofortbildkamera, mit der man auf witzige Art Selfies herstellen konnte, erfreute sich während des ganzen Festes grosser Beliebtheit.
Dass die Aufnahme von Geflüchteten und Migrant:innen nicht nur ein Akt der Solidarität ist, sondern auch eine wertvolle Bereicherung, zeigte sich im Grossen Saal. In diversen bunt gemischten Kleingruppen wurde angeregt diskutiert. Dann richtete sich die Aufmerksamkeit aufs Podium. Nach einer herzlichen Begrüssung durch unsere Präsidentin Chantal Stolz sprach Stadtrat Nicolas Galladé. Seine Worte kamen von Herzen. Er zeigte sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadt und Solinetz Winterthur beim Deutschunterricht für Geflüchtete hoch erfreut. Denn dieser ist die wichtigste Grundlage dafür, dass sich die hierher gekommenen Menschen zurechtfinden, dass sie Fuss fassen und selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können.
Ausserordentlich berührend waren die persönlichen Berichte, die eine Reihe Ehemaliger auf dem Podium vortrugen, selbstverständlich in gutem und zum Teil akkuratem Deutsch. Der Konversationskurs brachte dem «Geburtstagskind» Solinetz Winterthur ein Ständchen, indem er in zahlreichen Sprachen «Happy Birthday» sang. Es gab auch einen Wettbewerb mit kniffligen Fragen. Voller Freude nahmen die Bestplatzierten von Chantal Stolz ihre Preise entgegen.
Nicht nur die Liebe geht durch den Magen; die Freundschaft tut es auch. Dies zeigte sich auf wundervolle Art beim Buffet zum gemeinsamen Abendessen mit zahlreichen Köstlichkeiten. Hier hatten alle die Möglichkeit, sich auszutauschen, Wiedersehen zu feiern und neue Leute kennenzulernen. Die Besucherinnen und Besucher genossen sichtlich die feinen Speisen, wie auch das reichhaltige Dessertbuffet mit Leckereien, die von vielen verschiedenen Freiwilligen gespendet wurden.
Zwischen Hauptgang und Dessert blickte die Gründerin und ehemalige Präsidentin Constanze Schade mit persönlichen Worten auf zehn Jahre erfolgreicher Arbeit zurück. Ohne ihr Engagement wäre Solinetz Winterthur nicht das, was es heute ist. Am Abend trugen zwei Ehemalige eindrückliche Gedichte auf Deutsch und Kurdisch vor. Dann wurde zum letzten Workshop geladen: zum Erlernen von Salsa. Mit Party und Tanz klang dieses wundervolle Jubiläum aus.
Unzählige Freiwillige haben zum Gelingen des Festes beigetragen. Ihnen danken wir ganz herzlich! Die heitere, gelöste Stimmung; das Wissen darum, wie wichtig das Erlernen der Sprache für Geflüchtete und Zugewanderte ist; und das hoffnungsvolle Nebeneinander von Solidarität, Dankbarkeit und Freundschaft haben diesen Tag geprägt.
Wer auf die Geschichte von Solinetz Winterthur zurückblicken möchte, kann dies am Unteren Graben tun. Die zehn Plakate mit Höhepunkten aus zehn Jahren Solinetz, die beim Jubiläum zu sehen waren, werden dauerhaft in unseren Räumlichkeiten ausgestellt.
Fotos: Ursula Markus und Helge Fiebig
Text: Helge Fiebig




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